Farbbild-Reise durch dasSaarland

Farbbild-Reise durch das Saarland, von Scholl-Latour, Peter; Brenner, Traudl. Gebunden. Dtsch.-Engl.-Französ.. Aufn. v. Horst Ziethen u. a. Überarb. Aufl.2007, 72 S. m. zahlr. Farbfotos. 22,5 x 25 cm 645g , in deutscher, französischer und englischer Sprache, Ziethen-Panorama Verlag ISBN 3-929932-69-5 16,90 Euro
Dieser repräsentative Landes-Bildband lädt in Bild und Text zu einer touristischen Rundreise durch das Saarland, der Grenzregion zwischen Deutschland und Frankreich ein. Er zeigt einen Querschnitt der wechselvoll anmutigen Landschaft, der Städte, Burgen und Schlösser, Kirchen und Klöster. Bei allen“Auswärtigen“hat das Saarland das Image eines Kohle- und Stahlreviers, obwohl das auch früher schon nur für bestimmte Regionen galt, vorwiegend um Neunkirchen entlang der Saar von Völklingen bis Dillingen. Die Gruben und die alten Fabriken sind größtenteils stillgelegt, ihre Anlagen dienen heute als Industriedenkmäler. Der Bildband will mit alten Vorurteilen brechen und das Saarland mit allen seinen landschaftlichen Vorzügen und kulturellen Besonderheiten in Form einer touristischen Rundfahrt vorstellen. Die Bilderreise verläuft durch das Weingebiet an der Mosel zur Saarschleife und nach Mettlach, und geht dann in einer Rundfahrt durch hügelige Landschaften mit Stauseen über Weisskirchen, Wadern, Nonnweiler, Tholey, St. Wendel, Ottweiler, Homburg, Blieskastel, bis nach Saarbrücken der eleganten Großstadt an der Saar. Von hier reisen wir zum Industriedenkmal Völklinger Hütte, nach Saarlouismit seiner Teufelsburg und entlang der Saar bis nach Merzig, wo die Bildertour endet. Während der Einleitungstext von keinem geringeren als von Peter Scholl-Latour stammt, hat die bildbegleitenden Texte die bekannte saarländische Journalistin Traudl Brenner geschrieben, Die Farbaufnahmen sind vorwiegend von dem Landschaftsfotograf Horst Ziethen. Der Bildband ist für den Einheimischen ein Heimatbuch, in dem er in noch manches Neue entdecken kann und für den Touristen und Fremden ein repräsentativer Reisebegleiter und schönes Andenken als dreisprachige Ausgabe.

Stadtmitte am Fluss – Sinnvolles Projekt oder Größenwahn ?

Bisher haben mich die Argumente für das Großprojekt „Stadtmitte am Fluss“ leider nicht überzeugt. Hier meine Einwände:
1) Eine Stadt, die so hoch verschuldet ist wie Saarbrücken, kann sich ein solches Großprojekt nicht leisten. Selbst wenn das Land und die EU einen Teil der Finanzierung übernehmen, bleibt für Saarbrücken noch ein erheblicher Betrag zu zahlen. Woher dieses Geld kommen soll, scheint mir rätselhaft.
2) Nach den Erfahrungen, die man bisher mit öffentlichen Bauvorhaben gemacht hat, ist zu befürchten, dass die endgültigen Kosten viel höher sind als ursprünglich – zur Beruhigung der Gemüter – behauptet wurde.
3) Selbst wenn das Geld für dieses Projekt vorhanden wäre, muss man nüchtern fragen, ob es nicht besser für andere Zwecke ausgegeben würde. Es gibt noch viel zu tun, wie ein Gang oder eine Fahrt durch die Stadt zeigt. Es ist ein gefährlicher Irrglaube, dass durch ein solches Großprojekt alle anderen Probleme sozusagen auf einen Schlag mitgelöst wären.
4) Während der jahrelangen Bauzeit würde es massive Störungen des Verkehrs geben, die viele Leute dazu veranlassen würden, um die Stadt einen Bogen zu machen und sich andere Ziele zu suchen. Wenn diese Leute sich nach anderen Städten orientieren, wird es sehr schwer, sie später wieder zurückzugewinnen.
5) Nach bisherigen Erfahrungen mit anderen Verkehrsprojekten glaube ich nicht, dass das Projekt in der vorgesehenen Zeit abgeschlossen werden könnte. Selbst wesentlich kleinere Vorhaben haben oft ungewöhnlich viel Zeit beansprucht.
6) Ausgerechnet in der Zeit, wo durch die massiven Beeinträchtigungen viele Leute wegbleiben würden, sollen mehrere Großflächen im Einzelhandel fertiggestellt werden. Das bedeutet, dass einer stark gestiegenen Einezlhandelsfläche eine sinkende Kundenzahl gegenüberstünde. Das kann nicht gutgehen, sondern führt zum Verschwinden weiterer Geschäfte.
7) Autofahrer, die in einen Tunnel verbannt werden, können nicht sehen, wie schön Saarbrücken ist. Gerade die Fahrt über die bisherige Autobahn vermittelt einen guten Eindruck von Saarbrücken, denn die Gegend an der Saar ist schön.
8) Statt alle Hoffnungen auf ein Großprojekt zu setzen, sollte man lieber mit vielen kleinen Maßnahmen das Stadtbild verbessern. Private Initiativen, etwa am Staden, haben schon einiges Gute bewirkt. Das ließe sich sicher noch steigern und würde zu keinerlei Störungen führen.
Was meinen Sie dazu?

Saarbrücken Stadtführer

Saarbrücken Stadtführer, von Marianne Albrecht-Bott. Kartoniert
28 S. m. zahlr. Farbabb., 1 farb. Pl. 23,5 cm 124g , 2009 Imhof, Petersberg
ISBN 3-86568-146-8 4,95 €
Saarbrückens Stadtbild bewahrt herausragende Ensembles aus den beiden prägenden Epochen des Barock im 18. Jahrhundert und des Industriezeitalters im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Diese umgibt seit dem Wiederaufbau der Nachkriegszeit in den 1950er-Jahren das kontinuierliche öffentliche und private Baugeschehen einer modernen Stadtentwicklung im jeweiligen Zeitstil. Der reich bebilderte Führer lässt die wechselvolle Geschichte des vor 50 Jahren in die Bundesrepublik Deutschland eingegliederten Saarlands greifbar werden und stellt besonders die historische Bausubstanz vor, deren künstlerische Höhepunkte von überregionalem Rang die gotische Stiftskirche und die barocke Ludwigskirche sind.