Martin Rolshausen begreift es einfach nicht

Eigentlich ist der Sachverhalt ganz einfach: die Stadt Saarbrücken ist katastrophal verschuldet und kann sich deshalb keine unnötigen Prestigeobjekte leisten. Trotzdem versuchen einige Schreiber der „Saarbrücker Zeitung“ immer wieder, das unbezahlbare und unsinnige Projekt „Stadtmitte am Fluss“ hochzujubeln. Einer dieser weltfremden Hochjubler ist ein gewisser Martin Rolshausen, der alle paar Wochen die Leser mit einem Jubelartikel nervt, in dem er Durchhalteparolen ausgibt nach dem Motto „Die Stadt kann es zwar nicht bezahlen, aber sie soll es trotzdem machen“. Leider hat Herr Rolshausen in seinen viel zu vielen Jubelartikeln nie sagen können, woher denn die vielen hundert Millionen für solch unsinnige Projekte wie etwa den Wahnsinns-Tunnel kommen können. Herr Rolshausen schwafelt ständig darüber hinweg, dass nicht nur die Stadt Saarbrücken, sondern auch das Saarland und der Bund katastrophal verschuldet sind. Bei dieser klaren Sachlage verbietet es sich für Leute, die Verstand und Pflichtbewusstsein haben, sich in Abenteuer von mehreren hundert Millionen zu stürzen. Entgegen dem dummen Geschwätz dieses SZ-Redakteurs ist die Frage der Bezahlbarkeit nämlich keine Nebensächlichkeit, über die man mit läppischen Sprüchen hinwegtäuschen könnte, sondern die zentrale Frage, von den verkehrspolitischen Mängeln dieses Irrsinnsprojekts mal abgesehen. Wie weltfremd Herr Rolshausen ist, hat er jetzt wieder mit einem unsäglichen Zeitungsartikel bewiesen, in dem er frech behauptet „Wir brauchen Prestigeprojekte“. Diese angesichts riesiger Verschuldung unsinnige Aussage versucht er mit einem abenteuerlichen Vergleich zu begründen, indem er so tut, als könne man das blödsinnige Tunnelprojekt mit den großartigen Bauten des Baumeisters Stengel gleichsetzen. Was für ein Schwachsinn, Herr Rolshausen ! Haben Sie jemals erlebt, dass jemand eine Stadt wegen eines Tunnels (!) besucht hat? Es gibt nichts Langweiligeres als einen Tunnel, bei dem man gegen irgendwelche Betonwände glotzt. Einen solchen stumpfsinnigen Bau mit einem schönen Schloß oder einer herrlich gestalteten Kirche zu vergleichen, ist völlig abwegig und zeigt, dass Herr Rolshausen keine Ahnung von dem hat, worüber er pausenlos schreibt. Irgendwelche Durchhalteparolen und markige Rolshausen-Sprüche nach dem Motto „Nur mutig“ bringen keinen einzigen Cent in die leere Stadtkasse, sondern sind nur der Ausdruck völliger Weltfremdheit. Es wäre gut, wenn Herr Rolshausen endlich aufhören würde, solch geistlose Jubelartikel zu schreiben, die allenfalls die Baulobby erfreuen, aber niemanden, der an das Wohl der Stadt denkt. Übrigens, Herr Rolshausen, haben Sie schon mal gesehen, wieviele Schlaglöcher es in Saarbrücken gibt? Wann begreifen Sie endlich, dass in Saarbrücken mindestens tausend Maßnahmen wichtiger wären als dieser unsinnige Tunnelbau ? Denken Sie mal an das Essen für Kinder in der Schule, an die Bezahlung der Schulbücher, an die Schwimmbäder, an den elenden Zustand von Straßen, Häusern, Sportstätten, an Büchereien, die Probleme des Zoos usw. Diese Dinge gehören zu einer lebendigen Stadt, nicht die von Ihnen hochgejubelten sinnlosen Prestigeobjekte. Im Gegensatz zu Martin Rolshausen haben die Leser der Saarbrücker Zeitung schon längst erkannt, dass das unbezahlbare Luxusprojekt „Stadtmitte am Fluss“ Unsinn ist, wie Umfragen immer wieder bestätigen.
Martin Rolshausen irrt auch, wenn er meint, die Bewohner von Dudweiler oder Altenkessel hätten einen Nutzen davon, wenn beim Projekt Stadtmitte hunderte Millionen Euro buchstäblich in den Sand gesetzt werden. Herr Rolshausen übersieht in seinem oberflächlichen Kommentar, dass auch die Stadt das Geld – wenn es überhaupt da wäre, was ja nicht der Fall ist – nur einmal ausgeben kann. Jeder Euro, der in der Stadtmitte verbuddelt wird, steht logischerweise nicht mehr für Maßnahmen in anderen Stadtteilen zur Verfügung.
Martin Rolshausens Jubelartikel sind das genaue Gegenteil von seriösem kritischem Journalismus. Auf solche unsachliche Hofberichterstattung, die alle wichtigen Tatsachen verschweigt, können wir gern verzichten.

2 Gedanken zu „Martin Rolshausen begreift es einfach nicht“

  1. Wieder einmal geifert der Einzelhandelskaufmann Rolshausen, der nun auf wundersame Weise Redakteur der SZ ist, in einem seiner schwer erträglichen Artikel „Licht in die Finsternis“ gegen OB Conradt. Als Titel des Beitrags wäre Grüße AUS der Finsternis treffender und könnte für alles was Rolshausen so absondert übernommen werden. Wie lange sollen noch die SZ-Leser mit diesen Kommentaren aus der untersten tiefschwarzen Schublade gelangweilt werden? Wenigstens könnte man auf das mit Photoshop bearbeitete Foto dieses Pamphletkönigs verzichten. Dass er dafür auch noch entlohnt wird zeigt dass das Anforderungsprofil für Mitarbeiter recht niedrig ist und erklärt den überhöhten Verkaufspreis der SZ.

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